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Was Konzerne von einem Treasury-Management-System erwarten

Treasury Management

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Treasury Management System Comparison for Multi-Entity Groups. Blog by Embat.

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Konzernstrukturen bringen Treasury-Herausforderungen mit sich, die Einzelunternehmen selten bewältigen müssen. Wenn eine Finanzabteilung Liquidität über dutzende Tochtergesellschaften hinweg steuert, jede mit eigenen Bankkonten, Währungen und Reporting-Pflichten, stoßen Excel-basierte Lösungen oft rasch an ihre Grenzen.

Was also muss ein Treasury-Management-System also für komplexe Konzernstrukturen leisten? Die PwC Global Treasury Survey 2025 zeigt: Treasury-Teams reagieren zunehmend auf gestiegene Anforderungen an Liquiditätstransparenz, Kosteneffizienz und Risikomanagement. Der Zugriff auf Liquiditäts-, Exposure- und Prognosedaten in Echtzeit ist dabei zunehmend Grundvoraussetzung.

Für Konzerne bedeutet das konkret: Ein zeitgemäßes TMS sollte in der Lage sein, Positionen über alle Tochtergesellschaften hinweg sofort zu konsolidieren.

Treasury-Management-Systeme für den Konzern richtig vergleichen

Der Vergleich von Treasury-Management-Systemen erfordert einen strukturierten Ansatz, der über Anbieter-Präsentationen und Funktionslisten hinausgeht. Best Practices empfehlen in der Regel, Plattformen über mehrere Schlüsseldimensionen zu bewerten, die direkt auf Konzernoperationen einwirken. Solche Dimensionen sind etwa:

Konsolidierte Liquidität auf Konzern- und Gesellschaftsebene

Kann das Finanzteam die konsolidierte Konzernliquidität auf einem Bildschirm sehen und gleichzeitig bis auf die einzelne Gesellschaft, das Bankkonto oder die Transaktionsebene herunterbrechen? Die besten Systeme liefern beide Perspektiven, ohne dass zwischen verschiedenen Ansichten gewechselt werden muss.

Besonders in der DACH-Region, wo viele mittelständische Konzerne über gewachsene Strukturen mit unterschiedlichen Bankbeziehungen verfügen, ist diese Funktionalität entscheidend.

Intercompany-Netting, Darlehen und In-House-Banking

Konzerne, die konzerninternen Zahlungsausgleich betreiben, brauchen Systeme, die Salden nachverfolgen, Zinsen automatisch berechnen und Positionen ohne physische Geldtransfers ausgleichen. Unterstützt die Plattform Intercompany-Beziehungen in mehreren Währungen? Kann sie variable Zinssätze abbilden, die sich quartalsweise anpassen?

Im deutschen Mittelstand, wo steueroptimierte Konzernstrukturen mit In-House-Banking-Lösungen weit verbreitet sind, wird diese Funktion zum Differenzierungsmerkmal.

Multibanking über SEPA, EBICS und SWIFT

Die meisten Konzerne in der DACH-Region arbeiten mit mehreren Banken über verschiedene Jurisdiktionen hinweg. Moderne Systeme setzen auf ERP- und Bank-Konnektivitäts-Frameworks, die eine unkomplizierte Integration mit einem breiten Spektrum von Finanzinstituten weltweit ermöglichen.

Im DACH-Raum dominieren EBICS-Verbindungen für den deutschen Markt, während SWIFT und Host-to-Host-Verbindungen für internationale Bankbeziehungen zum Standard gehören. API-basierte Konnektivität wird zunehmend zum Standard für moderne Treasury-Operationen und reduziert die Abhängigkeit von dateibasierten Verbindungen.

Fremdwährungen und Wechselkursrisiko

Konzerne, die grenzüberschreitend tätig sind, sehen sich konstantem FX-Exposure ausgesetzt. Ein robustes TMS sollte in der Lage sein, Exposures nach Währungspaaren zu verfolgen, Hedging-Anforderungen zu kennzeichnen und Transparenz über Terminkontrakte bereitzustellen.

Berechtigungen je Gesellschaft und Governance

Nicht jeder Nutzer sollte die Daten jeder Tochtergesellschaft sehen. Regionale Finance-Manager benötigen Zugriff auf ihre Einheiten, während das Konzern-Treasury volle Transparenz erfordert. Rollenbasierte Zugriffskontrollen, Freigabehierarchien und Audit-Trails werden essenziell. Die Systemarchitektur sollte so gestaltet sein, dass sie die menschliche Entscheidungsfindung unterstützt: Der Mensch behält jederzeit die Kontrolle und stellt sicher, dass alle Entscheidungen nachvollziehbar und prüffähig sind.

In Deutschland spielt die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips eine zentrale Rolle, insbesondere bei Zahlungsfreigaben. Ein TMS sollte konfigurierbare Workflows bereitstellen, die solche Governance-Anforderungen abbilden.

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ERP-Integration und Datensynchronisation

Konzerne betreiben typischerweise mehrere ERP-Instanzen. Ein effektives TMS sollte in der Lage sein, sich gleichzeitig mit verschiedenen ERP-Systemen wie SAP, NetSuite, Microsoft Dynamics und DATEV zu integrieren. Bidirektionale Synchronisation ist ein weiterer Faktor: Rechnungsdaten sollten aus dem ERP ins TMS fließen, während Abstimmungsergebnisse zurückgebucht werden.

In Deutschland ist die SAP-Dominanz ausgeprägt. Viele mittelständische Konzerne setzen auf SAP Business One oder haben bereits auf SAP S/4HANA migriert. Gleichzeitig nutzen Tochtergesellschaften oft DATEV für die Finanzbuchhaltung. Ein TMS, das sowohl mit SAP als auch mit DATEV bidirektional kommunizieren kann, spart dabei im Regelfall einen erheblichen manuellen Abstimmungsaufwand.

Implementierungsdauer und Skalierbarkeit

Wie lange dauert es, bis das System live geht? Enterprise-Implementierungen mit komplexen ERP-Integrationen und Multi-Entity-Strukturen brauchen je nach Umfang und organisatorischer Bereitschaft typischerweise zwölf Monate oder länger. Cloud-native Cloud-native Plattformen werden schneller ausgerollt, wobei die Projektlaufzeit auch von der Mitarbeit des Unternehmens und dessen Personal abhängt.

Die Deloitte Global Corporate Treasury Survey 2024 zeigt, dass der Fokus auf die Schaffung skalierbarer Treasury-Strukturen stark gestiegen ist: 49 Prozent der Befragten priorisieren dies, gegenüber 39 Prozent im Jahr 2022.

Die führenden Plattformen im Vergleich

Bei der Bewertung führender Treasury-Management-Systeme für Konzerne müssen Entscheider die Plattformfunktionen mit ihrer spezifischen Komplexität abgleichen. Die folgende alphabetisch geordnete Auswahl führender Plattformen dient als praktischer Leitfaden:

PlattformAm besten geeignet fürKernstärkenBesonderheiten
AgicapKMU und mittelständische UnternehmenIntuitive Benutzeroberfläche; schnelle Implementierung; LiquiditätstransparenzPositioniert sich primär für KMU; möglicherweise begrenzte Tiefe für hochkomplexe multinationale Intercompany-Strukturen
EmbatMittelständische Konzerne und schnell wachsende UnternehmenEchtzeit-API-Bankanbindung; schnelle Implementierung; nahtlose bidirektionale ERP-Integration; Multi-Entity-KonsolidierungCloud-native; speziell für wachsende Konzernstrukturen entwickelt
GTreasuryGroße globale KonzerneKombiniert Cash Management mit komplexen Risiko-, Accounting- und Hedging-AnforderungenEnterprise-Grade-Komplexität; längere Implementierung
ION TreasuryDie größten, komplexesten globalen Corporate TreasuriesMehrere spezialisierte Produkte; intensive Compliance- und Risiko-WorkflowsSchwergewicht; für maximale Komplexität ausgelegt
KyribaMittelstand bis GroßunternehmenTiefe Funktionalität; umfassende globale Bankanbindung; FX- und Risikomanagement-ModuleEtabliert im Mittelstand sowie bei Großunternehmen; Implementierungskomplexität variiert je nach Umfang
NomentiaEuropa-fokussierte KonzerneStarke Bank-Connectivity-as-a-Service; Cash Forecasting; auf europäische regulatorische und Banking-Besonderheiten zugeschnittenBeschreibt sich als europäischer Marktführer im Cash- und Treasury-Management
SAP TreasuryKonzerne mit starker SAP-StandardisierungNative ERP-Datensynchronisation; kein separater Connector für SAP-Umgebungen erforderlichSetzt bestehende SAP-Infrastruktur voraus; weniger flexibel außerhalb von SAP-Ökosystemen
TrovataKonzerne mit Priorität auf schnellem Rollout und Multi-Bank-TransparenzSelbstbeschrieben als AI-native Plattform; Open-Banking-API-Konnektivität; schneller Rollout ohne umfangreichen ImplementierungsaufwandBesonders stark bei Cash Visibility und Forecasting; volle TMS-Tiefe wächst weiter

Hinweis: Die Tabelle bietet eine Orientierung basierend auf öffentlich verfügbaren Informationen und Marktpositionierung. Die optimale Wahl hängt stark von Ihrer individuellen Konzernstruktur, bestehenden Systemen und strategischen Prioritäten ab.

Klassisches TMS, moderne Treasury-Plattform, ERP oder Excel?

Die Treasury-Technologielandschaft hat sich in den letzten Jahren deutlich entwickelt. Während etablierte Enterprise-Plattformen weiterhin die größten multinationalen Konzerne bedienen, ist eine neue Generation cloud-nativer Systeme entstanden, die sich an mittelständische Konzerne richtet, die schnellere Implementierung und niedrigere Gesamtbetriebskosten benötigen.

KriteriumLegacy TMSModerne PlattformERP Treasury-ModulExcel
Implementierungszeit12-24+ MonateTypischerweise 3-6 Monate3-6 MonateSofort
Echtzeit-BankanbindungBegrenztUmfangreichModeratManuell
Multi-Entity-KonsolidierungStarkStarkModeratSchwach
AutomatisierungStarkWachsendBasicKeine
GesamtbetriebskostenHochModeratModeratNiedrig, bei hohen versteckten Kosten
SkalierbarkeitHochHochModeratSehr niedrig
BenutzererfahrungKomplexIntuitivVariabelVertraut

Tabellenkalkulationen bleiben, selbst in großen Organisationen, überraschend weit verbreitet. Die Branchenpraxis zeigt: Finanzteams, die Spreadsheets als primäres Werkzeug nutzen, verbringen einen erheblichen Teil ihrer Zeit mit Datensammlung und Konsolidierung statt mit Analyse.

Künstliche Intelligenz im Finanzwesen: Die wichtigsten Prioritäten und Trends

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So wählen Sie das richtige Treasury-Management-System für Ihre Konzernstruktur

Die Auswahl eines Treasury-Management-Systems für einen Konzern erfordert das Abgleichen von Plattformfunktionen mit Ihrer tatsächlichen operativen Realität. Beginnen Sie mit der Dokumentation Ihres aktuellen Zustands: Wie viele Gesellschaften und Bankkonten hat der Konzern, welche ERPs verwendet er, wie hoch sind die Transaktionsvolumina?

Die passende TMS-Plattform auswählen

Best Practices zur Auswahl der richtigen TMS-Plattform beinhalten typischerweise Aktivitäten wie das Erstellen einer gewichteten Bewertungsmatrix oder das Durchführen eines Anbietervergleichs basierend auf Ausschreibungen, der die Prioritäten der Organisation widerspiegelt. Wenn Echtzeit-Cashflow-Transparenz und Prognosen am wichtigsten sind, lohnt sich die Überprüfung der besten Treasury-Management-Tools für spezifische regionale Bedürfnisse.

In der DACH-Region spielen zusätzliche Faktoren eine Rolle: Unterstützt der Anbieter EBICS-Verbindungen zu deutschen Banken? Kann das System mit DATEV bidirektional kommunizieren? Gibt es Referenzkunden in ähnlichen Branchen?

Implementierungsressourcen nicht unterschätzen

Selbst cloud-native Plattformen erfordern dedizierte Projektzeit von Ihrem Finanzteam. Planen Sie für bedeutende zeitliche Verpflichtungen während der Implementierung. Der Unterschied liegt im Detail: Während ein klassisches TMS oft externe Berater und monatelange Workshops erfordert, können moderne Treasury-Plattformen mit einem fokussierten internen Team in wenigen Monaten produktiv werden.

Anbieter-Stabilität wichtiger als Funktionen

Stellen Sie kritische Fragen: Wie ist die Finanzierung des Anbieters? Wie entwickelt sich die Kundenbasis, besonders im DACH-Raum? Gibt es lokalen Support in deutscher Sprache? Diese Faktoren können langfristig wichtiger sein als eine umfangreiche Funktionsliste.

Wie Konzerne ihr Treasury mit Embat steuern

Konzerne, die Embat oder andere moderne Treasury-Lösungen nutzen, berichten oft von messbaren operativen Verbesserungen über drei Dimensionen: Zeitersparnis, Datenzuverlässigkeit und strategische Kapazität.

Zeitersparnis zeigt sich sofort: Einloggens in mehrere Banking-Portale, des Herunterladens von Kontoauszügen und des Aktualisierens von Tabellenkalkulationen wird erheblich reduziert. Moderne Plattformen liefern konsolidierte Transparenz mit Echtzeit-Bank-Feeds, die sich kontinuierlich über den Tag hinweg aktualisieren.

Die Datenzuverlässigkeit verbessert sich, wenn das TMS zur zentralen Datenquelle für Treasury-Daten wird. Manuelle Konsolidierung führt oft zu Fehlern, während automatisierte ERP- und Bankanbindung diese Risiken reduzieren kann und gleichzeitig Transparenz und Audit-Trails für Compliance-Zwecke herstellt.

Die strategische Kapazität kehrt zum Finanzteam zurück. Stunden, die zuvor für operative Treasury-Arbeit aufgewendet wurden, können nun für Forecasting, Risikoanalyse und Beziehungsmanagement verwendet werden.

Die Konnektivitätsinfrastruktur ist dabei genauso entscheidend wie die Plattform selbst. Konzerne profitieren am meisten, wenn ihr TMS sowohl tief in die Bankenlandschaft als auch in die bestehenden ERP-Systeme integriert ist, um einen kontinuierlichen Datenfluss zu schaffen. Zu verstehen, wie sich die Architektur eines modernen TMS von ERP-Treasury-Modulen und tabellenbasierten Ansätzen unterscheidet, hilft, diese Optionen gerade bei komplexen Workflows wie Intercompany-Netting fundiert zu bewerten.

Fazit: Der richtige Vergleich macht den Unterschied

Für Konzerne, die Treasury-Management-Systeme evaluieren, läuft die Entscheidung darauf hinaus, Plattformfunktionen mit Ihrer operativen Komplexität abzugleichen. Multi-Entity-Strukturen erfordern mehr als grundlegende Cash Visibility: konsolidiertes Reporting, automatisierte Intercompany-Operationen, Multibanking-Konnektivität und skalierbare Architektur.

Erfahren Sie mehr über unsere Treasury-Management-Plattform, um zu sehen, wie moderne Treasury-Infrastruktur manuelle Arbeiten signifikant reduzieren, den Monatsabschluss beschleunigen und Ihr Finanzteam in die Lage versetzen kann, sich auf strategische Entscheidungen zu fokussieren.

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