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SAP S/4HANA Treasury optimieren: Drei Lücken schließen mit Automatisierung

Treasury Management

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SAP S/4HANA Treasury Automatisierung

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Monatsabschluss. Das Finance-Team sitzt bis spät abends und macht genau das, was Software eigentlich übernehmen sollte: Bankkonten manuell abstimmen, Zahldateien in verschiedenen Banking-Portalen hochladen und versuchen herauszufinden, wie viel Cash eigentlich vorhanden ist. Für viele Unternehmen mit SAP S/4HANA ist das Alltag, trotz eines der leistungsstärksten ERP-Systeme auf dem Markt.

SAP selbst ist dabei nicht das Problem, sondern fungiert als verlässliches Fundament. Die Lücken liegen oft in den Schnittstellen zwischen ERP, Banken und Treasury. In einem Webinar haben Experten von Embat und des SAP-Implementierungspartners GOpus genau aufgezeigt, wo diese Lücken sind und wie man sie schließt. 

Die Treasury-Herausforderung im SAP-Standard

SAP S/4HANA deckt die meisten End-to-End-Prozesse im Finanzwesen ab. Aber im Treasury- und Cash-Management bleiben bei Standardkonfigurationen manuelle Eingriffe oft unvermeidbar. Das kostet Zeit, bindet Ressourcen und schafft Fehlerquellen.

Lücke 1: Fehlende Echtzeit-Transparenz bei Cashpositionen

SAPs native Dashboards sind extrem leistungsstark, aber sie sind nur so aktuell wie die Bankdaten, die in sie einfließen. SAPs Cash-Management-Dashboards sind gut, aber nur so aktuell wie die Daten, die reinkommen. Ohne agile API-Anbindung müssen Unternehmen weiterhin auf manuelle Batch-Uploads oder zeitverzögerte Dateiimporte zurückgreifen. Die Folge: Die Treasury-Übersicht läuft der Realität hinterher, strategische Entscheidungen basieren auf veralteten Zahlen.

Lücke 2: Manuelle Zahlungsprozesse und fehlende Statusrückmeldung

F110 kennt jedes Finance-Team. Die SAP-Transaktion verspricht einen integrierten, automatisierten Zahllauf. In der Praxis endet der Prozess ohne eine aufwendige Implementierung von Legacy-Netzwerken zur Bankenanbindung oft mit einem Download, und dann geht die manuelle Arbeit erst richtig los: Die Zahldatei muss in die Bankensoftware hochgeladen werden.

Und das ist nicht alles: Es gibt bei einfachen Setups keine direkte Rückmeldung zum Zahlungsstatus. Hat die Bank die Transaktion ausgeführt? Ist sie fehlgeschlagen? Was ist mit den neuen regulatorischen Anforderungen wie Verification of Payee? Diese Informationen bleiben ohne passendes Integrations-Customising oft außerhalb von SAP.

David Vortmeyer, Country Manager bei Embat, bringt es auf den Punkt: „Viele manuelle Arbeitskräfte sind gebunden in Prozessen, die eigentlich längst [...] durch simple Automatisierung radikal verschnellert und effizienter gemacht werden könnten."

Lücke 3: Bankenabstimmung: der zeitintensive Prozess 

Die dritte Lücke: Kontenabstimmung. SAP kann elektronische Kontoauszüge einlesen wie CAMT 053, das MT940 zunehmend ablöst. Aber auch hier endet die Automatisierung an der Systemgrenze.

Kontoauszüge müssen erst von der Bankensoftware heruntergeladen und dann manuell ins SAP-System eingespielt werden. Bei Unternehmen mit mehreren Banken, Konten, Buchungskreisen und Entitäten wird das schnell zum Problem.

SAP bietet ausgezeichnete Ableitungsregeln und Interpretationsalgorithmen für die automatische Zuordnung von Banktransaktionen. Bei standardisierten Vorgängen funktioniert das. SAPs standardmäßige, regelbasierte Abstimmung bietet eine hervorragende Grundlage, aber starre Regeln stoßen in der komplexen Realität des Geschäftsalltags irgendwann an ihre Grenzen. 

Ein Zahlendreher in der Rechnungsnummer, eine abweichende Beschreibung im Verwendungszweck, eine Teilzahlung, und die starre Regel greift nicht mehr. Ergebnis: Ausnahmen müssen manuell bearbeitet werden.

Hier setzt moderne Treasury-Automatisierung an. 

Die Lösung: Bidirektionale API-Integration mit modernen Treasury-Plattformen

Die Antwort ist nicht, SAP zu ersetzen. Die Antwort ist, SAP intelligent zu erweitern. Moderne Treasury-Management-Lösungen funktionieren als zentrale Schnittstelle zwischen ERP-System und globaler Bankeninfrastruktur mit bidirektionaler, echtzeitfähiger API-Integration.

Wie moderne Plattformen die Lücken schließen

Die Zusammenarbeit zwischen einer Treasury-Plattform wie Embat und einem erfahrenen SAP-Implementierungspartner schließt alle drei Lücken: 

Echtzeit-Cash-Visibility: Über direkte API-Verbindungen zu Finanzinstituten weltweit via Open Banking, EBICS, SWIFT oder proprietären Premium-APIs fließen Kontostände und Transaktionen in Echtzeit in die Plattform. Diese konsolidierten Daten gehen zurück an SAP, sodass die Cash-Dashboards tatsächlich aktuell sind.

Zentralisiertes Zahlungsmanagement: Schluss mit manuellen Uploads in verschiedene Banking-Portale. Die Treasury-Plattform wird zur zentralen Drehscheibe. Zahlläufe aus SAP F110 gehen direkt über die Plattform an die jeweiligen Banken, inklusive Multi-Faktor-Freigabeworkflows, Fraud-Prüfung und Echtzeit-Statusrückmeldung. Die Plattform prüft vorher auch, ob alle Stammdaten korrekt sind und ob neue regulatorische Anforderungen wie VoP eingehalten werden.

KI-gestützte Bankenabstimmung: Hier wird es interessant. David Vortmeyer, Country Manager, Embat, beschreibt den dreistufigen Ansatz, mit dem moderne Treasury-Plattformen Automatisierungsquoten von 95 Prozent erreichen:

„60 bis 70 Prozent der Transaktionen werden durch Regeln verknüpft". Das schafft auch SAP alleine. Aber dann kommt der Unterschied: „Die KI versteht Zusammenhänge auch signifikant über starre Regeln hinaus."

Die KI analysiert Muster aus Rechnungsnummer, Betrag, Datum, Kontakt und Beschreibung gleichzeitig. Sie erkennt Zusammenhänge, die regelbasierte Systeme übersehen. Und sie lernt: „Basierend auf gelerntem Nutzerverhalten… versteht die KI das Muster dahinter und so steigt die Automatisierungsquote graduell an."

Das Ergebnis: „Eine Automatisierungsquote von im Durchschnitt 95 Prozent, in vielen Fällen aber über 98 Prozent."

Für Finance-Teams bedeutet das: Statt Tage mit manueller Abstimmung zu verbringen, bearbeiten sie Ausnahmen in Minuten und konzentrieren sich auf wertschöpfende Aufgaben.

Implementierung mit einem SAP Partner

Um eine moderne Treasury-Plattform erfolgreich in SAP S/4HANA zu integrieren, braucht man Expertise auf beiden Seiten: SAP und Treasury-Technologie.

Ein erfahrener SAP Partner kümmert sich um die SAP-seitige Integration: Schnittstellen-Bereitstellung, Customising und korrekte Datenmappings zwischen ERP und Treasury-Plattform.

Moderne Treasury-Plattformen liefern die Cloud-Plattform, die API-Integration und die weltweite Bankenanbindung.

Ein typisches Implementierungsprojekt läuft etwa wie folgt ab: In den ersten Wochen laufen die SAP-Integration durch den Partner und die Bankenanbindung durch die Treasury-Plattform parallel. Sobald beide Seiten live sind, folgen die fortgeschrittenen Module: KI-gestützte Bankenabstimmung, Cashflow-Prognose und zentralisiertes Zahlungsmanagement.

Treasury-Automatisierung als Wettbewerbsvorteil

SAP S/4HANA bleibt eine der leistungsstärksten ERP-Plattformen weltweit. Aber im Treasury-Bereich zeigen sich ohne spezifische API-Verknüpfungen strukturelle Lücken, die manuelle Arbeit, Zeitverzögerungen und Fehlerrisiken mit sich bringen.

Moderne Treasury-Plattformen schließen diese Lücken nicht durch Ablösung, sondern durch intelligente Integration. Sie machen SAP-Dashboards zu echten Echtzeit-Instrumenten, automatisieren Zahlungsprozesse End-to-End und heben die Kontenabstimmung durch KI auf ein neues Effizienzniveau.

Für Finance-Teams: weniger Zeit mit repetitiven Aufgaben, mehr Zeit für strategische Analysen. Für CFOs: bessere Entscheidungsgrundlagen, reduzierte Risiken und ein Treasury, die mit der Geschwindigkeit des Geschäfts Schritt hält.

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